Siegesserie hält – MSG kommt mit einem blauen Auge davon

MSG Oggersheim/Niederfeld – MSG Iggelheim/Meckenheim 2: 19:20 (10:10)

Die Siegesserie hält! Auch im Auswärtsspiel gegen die MSG Oggersheim/Niederfeld konnte sich die MSG Iggelheim/Meckenheim 2 durchsetzen und bleibt damit weiterhin ohne Punktverlust. Doch statt eines souveränen Auftritts wurde es am späten Sonntagabend zu einer echten Zitterpartie. Am Ende stand ein knapper 19:20-Erfolg, bei dem die MSG mit einem gehörigen blauen Auge davonkam.

Dabei zeichnete sich bereits in den ersten Minuten ab, dass es kein Handball-Leckerbissen werden würde. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen in der 6. Spielminute mit 2:0 in Führung. Erst in der 9. Minute gelang der MSG der erste Treffer. Was folgte, war ein torarmer Schlagabtausch, der vor allem von technischen Fehlern, überhasteten Abschlüssen und unvorbereiteten Würfen geprägt war. Insgesamt fehlte der Iggelheimer Mannschaft an diesem Abend die nötige Konzentration und Konsequenz – eine Leistung, die man schnellstmöglich abhaken sollte.

Auch personell und körperlich wurde die Partie zunehmend unangenehm. Nils Rausch musste nach einem Kurzeinsatz aufgrund von Rückenproblemen frühzeitig vom Feld. Die Gastgeber gingen zudem eine körperlich sehr robuste Gangart, wodurch es auf beiden Seiten immer wieder zu intensiven Zweikämpfen kam. Die insgesamt großzügige Linie des Unparteiischen ließ dabei wenig Raum für Diskussionen, sorgte aber auch dafür, dass die Partie über weite Strecken körperlich anspruchsvoll blieb. So ging es nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit mit einem leistungsgerechten 10:10 in die Kabinen.

Wer auf eine deutliche Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel gehofft hatte, wurde zunächst enttäuscht. Auch die Halbzeitansprache von Trainer Gordon Amuser zeigte nur bedingt Wirkung. Im Angriff blieb es Stückwerk, während die Defensive zumindest weiterhin zuverlässig arbeitete. In den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit gelangen Oggersheim lediglich vier weitere Treffer. Was dennoch den Weg durch die Abwehr fand, wurde häufig zur Beute eines bestens aufgelegten Christian Sommer. Zwischen den Pfosten erwischte er einen überragenden Abend und war an diesem Sonntag der große Rückhalt seiner Mannschaft.

In der 47. Minute schien die MSG schließlich auf die Siegerstraße einzubiegen. Mit einer zwischenzeitlichen Drei-Tore-Führung zum 14:17 konnte man sich erstmals etwas deutlicher absetzen. Doch wer nun dachte, die Partie würde aus Sicht der Iggelheimer ruhiger verlaufen, hatte die Rechnung ohne die Gastgeber gemacht.

Die Oggersheimer gaben sich keineswegs geschlagen und kämpften sich zurück ins Spiel. In der 51. Minute war es der gut aufgelegte Nils Berg, der zum 18:18-Ausgleich traf. Zwischenzeitlich hatte Oggersheims Furkan Tok nach einem harten Einsteigen von der Seite gegen Carsten Handl die Partie vorzeitig beenden müssen. Noch schwerer wog allerdings die Verletzung von MSG-Kapitän Fabian zur Linden, der sich schwer am Fuß verletzte.

Die Schlussphase entwickelte sich schließlich zum Nervenspiel. Nach dem Ausgleich fielen in den verbleibenden Minuten gerade einmal drei weitere Tore. Glücklicherweise gingen zwei davon auf das Konto der MSG Iggelheim/Meckenheim. Doch auch der knappe Vorsprung war noch nicht endgültig in trockenen Tüchern. In der letzten Aktion des Spiels war erneut Christian Sommer zur Stelle und sicherte mit einer entscheidenden Parade den hart erkämpften Auswärtssieg.

Bei Trainer Gordon Amuser war nach dem Schlusspfiff entsprechend wenig Begeisterung über die gezeigte Leistung zu erkennen:

„Mit halber Kraft und ohne Konzentration haben wir gegen jede Mannschaft in der Liga ein Problem. Heute sind wir mit einem blauen Auge davongekommen und bleiben weiterhin verlustpunktfrei. Hoffentlich war das ein Warnschuss zur richtigen Zeit.“

Unterm Strich bleiben zwei wichtige Punkte und eine weiterhin makellose Bilanz. Die Leistung hingegen dürfte allen Beteiligten deutlich gezeigt haben, dass man sich in dieser Liga keinen Abend mit halber Kraft leisten kann. Nun gilt es, die richtigen Schlüsse aus diesem Spiel zu ziehen, die Verletzungen auszukurieren und beim nächsten Auftritt wieder das Gesicht zu zeigen, das die Mannschaft in den vergangenen Wochen so erfolgreich gemacht hat.

Gute Besserung an Fabian zur Linden und Nils Rausch!