
Am Ende steht ein deutlicher 31:21-Erfolg für die MSG 2. Doch lange Zeit tat sich die MSG gegen die junge Mannschaft der HSG Lingenfeld/Schwegenheim schwer. Erst nach und nach konnte sich die MSG entscheidend absetzen und insbesondere in der zweiten Halbzeit mit konsequentem Tempospiel für klare Verhältnisse sorgen.
Dass es am Ende nicht zu dem erwarteten engen Spiel kommen sollte, lag auch an den Verletzungssorgen der Gäste. Gleich vier wichtige Rückraumspieler standen der HSG nicht zur Verfügung. Dennoch zeigte die HSG von Beginn an, dass sie keineswegs gewillt war, die Punkte kampflos abzugeben.
Die Anfangsphase verlief entsprechend ausgeglichen. Die MSG legte immer wieder ein Tor vor, die Gäste fanden jedoch jeweils eine schnelle Antwort. Dabei offenbarte die MSG-Abwehr zunächst ungewohnte Abstimmungsprobleme. So stand es nach 14 Minuten gerade einmal 8:7 für die Gastgeber.
Anschließend schien sich die MSG erstmals etwas absetzen zu können. Mit einem 3:0-Lauf erhöhte die Mannschaft auf 11:7. Die HSG ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und konterte ihrerseits mit vier Treffern in Folge zum 12:12-Ausgleich. Trainer Gordon Amuser reagierte und nahm eine Auszeit – mit Wirkung.
Seine Mannschaft fand anschließend wieder besser ins Spiel und erzielte vier Tore in Folge. Bis zur Halbzeit musste die MSG lediglich noch einen Gegentreffer hinnehmen. Mit einer 15:12-Führung ging es schließlich in die Kabinen.
MSG erhöht nach der Pause das Tempo
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb das Spiel zunächst umkämpft. Die MSG konnte sich jedoch zunehmend Vorteile erspielen. Drei Treffer in Folge bis zur 39. Minute sorgten schließlich dafür, dass der HSG-Trainer bereits seine dritte Auszeit nehmen musste.
Die Auszeit zeigte allerdings nicht die gewünschte Wirkung. Auf nahezu jeden Treffer der Gäste antwortete die MSG mit zwei oder sogar drei eigenen Torerfolgen. Ein entscheidender Faktor war dabei das deutlich erhöhte Tempo in der zweiten Welle. Immer wieder kam die MSG zu einfachen Toren aus dem Tempospiel. Besonders Nils Rausch konnte sich dabei mehrfach auszeichnen und setzte mit seinem Tempo wichtige Akzente. Nach seinem starken Auftritt bleibt zu hoffen, dass er nun endgültig im MSG-Spiel angekommen ist und diese Entwicklung in den kommenden Partien bestätigen kann.
Ein weiteres Mal konnte sich zudem Torhüter Christian Sommer auszeichnen. Insbesondere gegen die Außenspieler der HSG zeigte er eine starke Leistung und kam am Ende auf eine herausragende Quote von 53 Prozent gehaltener Würfe. Besonders bemerkenswert: Von sechs Siebenmetern konnte Sommer gleich vier parieren.
Spätestens in der Schlussphase waren die Kräfteverhältnisse damit geklärt. Die MSG spielte die Partie souverän zu Ende und durfte nach 60 Minuten einen verdienten 31:21-Heimsieg feiern.
MSG-Trainer Gordon Amuser zeigte sich nach der Partie zufrieden, verwies aber auch auf die lange ausgeglichene Begegnung:
„Wir haben uns trotz des deutlichen Ergebnisses lange schwergetan. Die HSG hat eine gute junge Mannschaft und beispielsweise bei der knappen Niederlage gegen Rodalben gezeigt, was in ihr steckt. Heute haben wir vom gefährlichen Tempospiel der HSG viel weggenommen und sie in der zweiten Halbzeit mit den eigenen Waffen geschlagen. Überragend war Christian im Tor, der sich aber auch auf eine stabile Abwehr verlassen konnte, die zum Großteil nur schlechte Wurfmöglichkeiten zugelassen hat“, so der MSG-Trainer.


