Die Vorzeichen für das Auswärtsspiel beim TuS Neuhofen hätten aus Sicht von Trainer Gordon Amuser deutlich besser sein können. Von Freitag bis Sonntag mussten immer wieder Ausfälle kompensiert werden. Spieler meldeten sich krank oder standen aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. Trotz der angespannten Personalsituation zeigte die MSG Iggelheim/Meckenheim 2 eine starke Mannschaftsleistung und setzte sich am Ende verdient mit 28:20 durch.
Wie bereits in vielen Partien der bisherigen Saison entwickelte sich in der Anfangsphase zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Die MSG erwischte den besseren Start und ging mit 2:0 in Führung. In der Folge verhinderten jedoch einige Fehlwürfe und technische Fehler eine frühere Absetzung. Neuhofen nutzte diese Nachlässigkeiten und hielt die Partie offen.
MSG übernimmt vor der Pause die Kontrolle
Nach rund einer Viertelstunde fand die Mannschaft von Trainer Gordon Amuser immer besser zu ihrem Spiel. Vor allem die Defensive gewann zunehmend Zugriff auf die gegnerischen Angreifer. In der 18. Minute konnte sich die MSG erstmals auf zwei Tore zum 9:7 absetzen. Neuhofens Trainer reagierte umgehend mit einer Auszeit, um den Lauf der Gäste zu unterbrechen. Die Maßnahme blieb jedoch ohne größere Wirkung.
Die MSG spielte nun konzentrierter und nutzte ihre Chancen konsequenter. Schritt für Schritt wurde der Vorsprung ausgebaut. Den Schlusspunkt einer starken ersten Halbzeit setzte Fabian zur Linden, der einen Tempogegenstoß wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff erfolgreich abschloss und damit den 15:11-Halbzeitstand herstellte.
Trotz des Vier-Tore-Vorsprungs war den Gästen bewusst, dass noch nicht alles nach Plan lief. Insbesondere in der Abwehr offenbarten sich noch vereinzelt Abstimmungsprobleme, die Neuhofen immer wieder zu nutzen wusste.
Defensive und Torhüter legen den Grundstein
Nach dem Seitenwechsel erhöhte der TuS Neuhofen durch den häufigen Einsatz des siebten Feldspielers den Druck auf die MSG-Abwehr. Doch genau in dieser Phase zeigte die Defensive der Gäste ihre beste Leistung des gesamten Spiels. Deutlich kompakter und aggressiver im Verbund ließ die MSG kaum noch klare Torchancen zu.
Was dennoch den Weg Richtung Tor fand, wurde häufig zur Beute von Christian Sommer. Der MSG-Keeper erwischte einen starken Abend und gab seiner Mannschaft mit zahlreichen Paraden den nötigen Rückhalt.
Im weiteren Spielverlauf versuchte Neuhofen zudem, mit einer körperlicheren Gangart den Spielfluss der Gäste zu stören. Der Unparteiische ließ dabei viel laufen, wodurch sich die MSG auf eine robuste Partie einstellen musste. Die Gäste nahmen die Herausforderung an, behielten die Ruhe und blieben konsequent bei ihrem Spielkonzept.
Offene Deckung entscheidet die Partie endgültig
Als die Gastgeber in der Schlussphase auf eine offensive Deckungsformation umstellten, eröffneten sich der MSG zunehmend Räume. Diese nutzte die junge Mannschaft eiskalt aus.
Mit einem vorentscheidenden 5:0-Lauf zog die MSG auf 27:19 davon und sorgte damit endgültig für die Entscheidung. Besonders in dieser Phase überzeugte die starke Defensivarbeit. Neuhofen wurde immer wieder zu schwierigen Würfen gezwungen, die Christian Sommer im Tor sicher entschärfen konnte.
Beide Mannschaften erzielten in den Schlussminuten noch jeweils einen weiteren Treffer, ehe die Begegnung beim Stand von 28:20 abgepfiffen wurde.
Serie auf 10:0 Punkte ausgebaut
Trainer Gordon Amuser zeigte sich nach dem Spiel entsprechend zufrieden:
„Ich freue mich, dass wir unsere Serie nun auf 10:0 Punkte ausbauen konnten. Garant dafür sind aktuell vor allem unsere Abwehr- und Torhüterleistungen. Die nur 20 Gegentore sprechen heute eine deutliche Sprache. Auch wenn die Vorzeichen nicht optimal waren und sich bis kurz vor dem Spiel weitere Spieler aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation abmelden mussten, haben die spielfähigen Jungs einen hervorragenden Job gemacht und eine große Positivität ausgestrahlt.“
Mit nunmehr 10:0 Punkten bleibt die MSG weiter ungeschlagen und unterstreicht eindrucksvoll ihre starke Frühform in dieser Saison.
Letzter Heimauftritt vor den Herbstferien
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht. Bereits am kommenden Wochenende wartet mit der HSG Trifels der nächste große Prüfstein auf die junge MSG-Truppe. Der Verbandsligaabsteiger zählt zu den ambitioniertesten Mannschaften der Liga und wird der MSG alles abverlangen.
Im letzten Heimspiel vor den Herbstferien möchte die Mannschaft ihre Erfolgsserie fortsetzen und gemeinsam mit ihren Fans den nächsten Schritt gehen. Die Zuschauer dürfen sich auf eine intensive Begegnung, leidenschaftlichen Handball und eine MSG-Mannschaft freuen, die aktuell vor allem mit ihrer geschlossenen Defensivleistung überzeugt.
Die Mannschaft freut sich auf die Unterstützung von den Rängen. Gemeinsam soll die Halle auch gegen die HSG Trifels wieder zum entscheidenden Faktor werden.


